Was zeichnet ein gutes Soundsystem aus?

SoundsystemWer sich mit einem Heimkinosystem beschäftigt, stößt schnell auf die Begriffe Dolby 5.1, Raumklang oder Subwoofer, alles bekannte Komponenten oder Bezeichnungen für den Raumklang. Auch “Surround-Sound” ist eine wichtige Kategorie beim perfekten Soundsystem, doch was ist das eigentlich? Wie klingt der Fernseher in der Wohnstube wie ein großes Kino? Seit es Flachbildschirme gibt, werden solche Fragen drängender, denn ihr Ton lässt gegenüber den früheren voluminösen Fernsehapparaten oft einiges zu wünschen übrig.

Soundsystem mit Surroundsound

Ein Surroundsound entsteht, wenn die Technik den Klang über mehrere elektronisch angesteuerte Lautsprecher im Raum verteilt. Als Hörer haben Sie dadurch das Gefühl, sich mitten im Geschehen zu befinden. Bei einem Kinofilm gewinnen Sie den Eindruck, im Auto zu sitzen und den Gegenverkehr sich nähern und entfernen zu hören, als Musikfreund könnten Sie sich die Anlage so einstellen, als ob Sie einen Platz in der ersten Reihe oder auch mitten in der Band oder dem Orchester ergattert hätten. Möglich wird das durch die geschickte Platzierung der Lautsprecher im Raum, jedoch ebenso durch die exakten Frequenzen, die jede der Boxen wiedergibt. Wichtig am Surroundsound ist, dass er theoretisch in jedem Raum unabhängig von dessen Akustik hergestellt werden kann. Praktisch gibt es natürlich Grenzen, wenn sich in Ihrem Wohnzimmer zu viele Schallschlucker befinden.

Komponenten für das Heimkinosystem

Sie benötigen eine ausreichende Zahl an Boxen, als Minimum gelten zwei Boxen für Mitten und Höhen plus ein Subwoofer. Nach oben gibt es keine theoretischen, aber praktische Grenzen: Mehr als acht Boxen stellt sich kein Mensch in der Wohnstube auf. Wichtiger ist der Standard des eingesetzten Soundsystems, es könnte sich um Dolby 5.1, 6.1 oder 7.2 handeln, jedoch punkten auch die alternativen DTS Anlagen (ein Konkurrenzstandard zu Dolby) mit einigen bemerkenswerten Vorzügen. Die Bezeichnungen wie 5.1, 6.1 oder 7.2 kennzeichnen die Zahl der Tonspuren, die der Standard unterstützt. Dolby 5.1 ist im Jahr 2015 am weitesten verbreitet und gilt als ausreichend für ein Heimkinosystem, damit ist ein wunderbarer Virtual Surround möglich. Der Raumklang wird mit wenigen Boxen (meist drei bis fünf) erzeugt, die gut im Raum verteilt und angesteuert werden. Wichtig ist die Qualität der Boxen, hier machen sich die größten Klangunterschiede bemerkbar.

Worauf sollten Sie bei der Anschaffung achten?

Wenn Sie einen wirklich natürlichen Klang erzeugen möchten, benötigen Sie Standlautsprecher. Gerade Musik mit all ihren Nuancen wird dadurch am besten übertragen. Für ein Heimkino kann sich jedoch auch das 2.1-Lautsprechersystem – zwei kleinere Boxen mit zusätzlichem Subwoofer – ausgezeichnet eignen. Es ist vergleichsweise preisgünstig anzuschaffen und recht unkompliziert einzurichten. Sie müssen nämlich den Sound an Ihre Wohnstube anpassen, sonst lohnt sich die Anschaffung nicht. Sollten Sie einen Hobbykeller besitzen, können Sie diesen zum echten Kino umgestalten, indem Sie den Film per 3D-Beamer auf die Leinwand bringen und dazu ein ausgefeiltes Surroundsystem installieren. Ihre Familie möchte danach vielleicht nicht mehr unbedingt ins Kino gehen.

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